17.08.2017 | WAZ

Tusem Essen holt Schwung für das DHB-Pokal-Wochenende


Die Generalprobe ist den Zweitliga-Handballern vom Tusem geglückt. Das mag nicht immer unbedingt ein gutes Omen sein, doch der Sieg im letzten Testspiel vor dem Pflichtspielauftakt macht dem Verein von der Margarethenhöhe Mut. Gegen den niederländischen Meister Limburg Lions setzte sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 32:26 (19:11) durch und holt damit Schwung für das Final Four in der ersten Runde des DHB-Pokals am Wochenende in Hildesheim.

Der Tusem wusste vor allem in der ersten Halbzeit zu überzeugen, stellte die Niederländer immer wieder vor Probleme. Sei es im Angriffsspiel oder in der Abwehr, durch die die Löwen nur selten einen Weg hindurchfanden. „Mit den ersten 30 Minuten bin ich auf jeden Fall zufrieden“, sagte Trainer Jaron Siewert nach der Partie. „Da haben wir einen schönen Handball gespielt, Abwehr und Angriff können sich deshalb eine gute Leistung zuschreiben.“

Nach der Pause fünf Prozent zu wenig investiert

Was der 23-Jährige von seinem Team dann im zweiten Durchgang zu sehen bekam, drückte etwas auf die Stimmung. Nachdem der Tusem in der ersten Halbzeit bereits mit 17:9 geführt hatte, schmolz der Vorsprung von Minute zu Minute – wie in einigen Spielen der vergangenen Saison. Vergebene Torchancen oder Lücken in der Defensive ließen die Limburger herankommen. „In der zweiten Halbzeit war es dann von allem etwas zu wenig“, monierte Jaron Siewert. „Wir haben fünf Prozent zu wenig investiert, und auch die Effektivität war nicht mehr hoch genug. Damit kann und will ich mich nicht zufrieden geben.“

Sieben Tore von Neuzugang Tom Skroblien

Das Thema Konstanz scheint immer noch eines zu sein beim Essener Zweitligisten. Ein Thema, das in der vergangenen Saison beinahe den Klassenerhalt gekostet hätte. „Wir müssen über die kompletten 60 Minuten Kontinuität reinbekommen“, fordert der Trainer deshalb.

Immerhin brachte sein Team die Führung über die Zeit und konnte durchaus auch in Halbzeit zwei gute Ansätze auf das Parkett bringen. So erfreute etwa Tom Skroblien die 400 Zuschauer in der Sporthalle Lührmannwald, weil er zum Sieg sieben Treffer beisteuerte. Zudem feierte Justin Müller seine Rückkehr, nachdem er die Vorbereitung wegen einer Handgelenksverletzung nur passiv hatte mitmachen können.

Eintracht Hildesheim wartet

„Wir müssen immer wieder an unser Maximum gehen, das haben wir auch diesmal gesehen“, hielt Jaron Siewert fest. Sollte das gelingen, sei eine ganze Menge möglich, vielleicht auch schon am Samstag beim ersten DHB-Pokalspiel gegen Eintracht Hildesheim. Der Sieg gegen Limburg macht jedenfalls Mut. „Wir gehen jetzt mit Rückenwind ins Wochenende“, so der Trainer.