03.08.2017 | Meldung

TUSEM verliert knapp im Test gegen Nordhorn


Der TUSEM Essen hat sein zweites Testspiel der Saisonvorbereitung knapp verloren. Gegen den Ligakonkurrenten HSG Nordhorn-Lingen stand es in der Sporthalle Lührmannwald am Ende 22:23 (10:12).

Nach dem klaren 32:16-Erfolg gegen den Drittligisten TV Neuhausen stand für den TUSEM das erste Heimspiel der neuen Saison an. Vor rund 400 Zuschauern auf der Margarethenhöhe legten die Essener schnell gut los. Aber auch die Gäste aus Niedersachsen starteten motiviert, weshalb die Fans viele Tore zu sehen bekamen. Doch das Anfangstempo hielt zunächst nur ein paar Minuten, ehe beide Teams sich vor allem auf die Abwehrarbeit konzentrierten. Der TUSEM legte in der Vorbereitung bislang in erster Linie Wert auf die Defensive und die zeigte sich durchaus kompakt. Dennoch fanden die Niedersachsen unter anderem durch Spielmacher Alex Terwolbeck oder Lutz Heiny den Weg zum Tor. Auf Seiten der Gastgeber schlichen sich während der ersten Halbzeit im Angriffsspiel hin und wieder ein paar Abspielfehler ein, weshalb es zur Pause nicht mehr zum Ausgleich reichte.

Aber in Durchgang zwei wusste der TUSEM noch einmal nachzulegen. Es lief flüssiger im Angriff, teilweise freuten sich die Zuschauer über schöne Kombinationen. Zwischenzeitlich schafften es die Essener sogar das Ergebnis zu drehen, ehe dann aber doch wieder die HSG Nordhorn-Lingen zuschlagen konnte. TUSEM-Trainer Jaron Siewert probierte erneut viel aus, gab zudem all seinen Jungs Spielzeit. Lediglich die angeschlagenen Dennis Szczesny (Oberschenkel), Karl Roosna (Wade) und Maurice Meurer (Antibiotikum) wurden geschont, ebenso wie Justin Müller, der noch mit einer Handgelenksverletzung zu tun hat. Erfreulich war dagegen die Rückkehr von Carsten Ridder, der nach langer Verletzungspause wieder erste Einsatzminuten sammelte. An der Führung der Gäste konnte der TUSEM allerdings nicht mehr rütteln, am Ende ging die HSG als Sieger vom Feld. Und das ging letztendlich auch in Ordnung.

„Für mich war es ein guter Härtetest. Wir können viel daraus lernen und für uns mitnehmen. Allerdings sind wir in der einen oder anderen Situation noch zu lieb, da müssen wir mehr Härte rein bekommen. Zudem ist es wichtig, dass wir die Chancenverwertung im Angriff noch steigern. Da gilt es die Abläufe und Wege noch besser zu finden und auch die Wurfselektion zu verfeinern. In den nächsten Wochen muss auch die Mannschaftstaktik besser greifen, aber das wird kommen. Mich hat es sehr gefreut, dass so viele Zuschauer da waren. Das zeigt die Wertschätzung hier und gibt den Jungs ein Gefühl von Aufbruchsstimmung“, sagte TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach der Partie.

Am Samstag beim "2. Handball Herz Club"-Turnier

Für den TUSEM geht es am Samstag weiter, dann steht das „2. Handball Herz Club“-Turnier in Korschenbroich an. Dort treffen die Essener zunächst im Halbfinale auf den Drittligisten HSG Krefeld (14:45 Uhr), ehe dann entweder Gastgeber TV Korschenbroich oder der Leichlinger TV wartet. Der nächste gute Härtetest für die Mannschaft von der Margarethenhöhe. Gespielt wird in der Waldsporthalle, Beginn ist um 13 Uhr. Der TUSEM hofft und freut sich auf zahlreiche Unterstützung.

Der Spielplan:

13 Uhr: TV Korschenbroich – Leichlinger TV

14:45 Uhr: TUSEM – HSG Krefeld

16:30 Uhr: Spiel um Platz drei

18 Uhr: Finale

TUSEM Essen – HSG Nordhorn-Lingen 22:23 (10:12)

TUSEM: Bliß, Mangold; Beyer (6/3), J.Ellwanger (3), Witzke, Hegemann, L.Ellwanger, Wöss (1), Kintrup (2), Käsler, Ridder (3), Seidel (2), Reißky, Skroblien (4/2), Zechel (1).

HSG: Kaleun, Buhrmester; Verjans (3), Heiny (8/1), Leenders (1), Michal (1), Terwolbeck (5), de Boer (1), Smit (2), Seidel (2), van Lengerich, Zare.

Siebenmeter: 5/5 – 2/1. 

Zeitstrafen: 3 – 3.